Ameisen leben zwar im Gartenboden und oft
auch in Pflanzkübeln, Balkonkästen und Töpfen, doch sie fressen keine Pflanzenwurzeln!
Dennoch können Ameisen im Garten indirekt
Pflanzenschäden anrichten: Weil die Ameisen den Boden verwühlen, verlieren die Pflanzenwurzeln den direkten Bodenkontakt, den sie brauchen, um Wasser und Nährstoffe
aufzunehmen. Die Folge: Die Pflanzen können vertrocknen.
Ameisen im Garten pflegen außerdem Blattläuse wie Weidevieh: Sie beschützen
die Blattläuse vor ihren natürlichen Feinden, wie Marienkäfer und Florfliegenlarven, sie bringen sie zu neuen Futterplätzen und darüber hinaus regen sie die
Blattläuse durch Betrillern (Klopfen auf den Leib) zu verstärktem Saugen an. All das tun die Ameisen im Garten natürlich nicht uneigennützig – je mehr
Pflanzensaft die Blättläuse saugen, desto mehr Zuckerwasser („Honigtau“) scheiden sie aus (die Läuse selbst nutzen vor allem den Eiweißanteil des
Pflanzensaftes). Die Ameisen “ernten” die Honigtau-Ausscheidungen der Blattläuse.
Bild unten: Ameisen mögen trockenen Gartenboden, müssen aber gleichzeitig
ihre Brut vor direkter Sonne schützen. Ihre Nester findet man daher oft unter Steinen am Beetrand.
Ameisen im Garten - Erste Hilfe für betroffene Pflanzen
Wo die Erde im Wurzelbereich von Ameisen verwühlt wurde, muss eine Zeitlang
regelmäßig durchdringend in den Wurzelbereich gegossen werden, damit die Erde wieder an die Wurzeln geschlämmt wird und die Pflanzenwurzeln Wasser
und Nährstoffe aufnehmen können. Ein Nebeneffekt: Diese feuchte Erde mögen die Ameisen gar nicht und ziehen oft mit ihrer Brut weg.
Ameisen im Garten bekämpfen - Hausmittel
Ameisen im Garten kann man leicht los werden: Man stülpt einen leeren
Blumentopf über ein Ameisennest. Die Ameisen ziehen erfahrungsgemäß samt ihrer Brut in den Topf und man kann sie einfach umsiedeln, indem man einen Spaten oder eine Platte unter den Topf schiebt.
Eine andere Möglichkeit, Ameisen im Garten zu bekämpfen, ist das Übergießen
des Nestes mit kochendem Wasser. Diese Art Ameisenbekämpfung ist natürlich nur möglich, wenn das Nest nicht an eine Pflanze angrenzt. Allerdings sind die
Ameisen dann auch nicht pflanzenschädlich - stören aber vielleicht, wenn sich gerade dort der Picknickplatz befindet.
Eine weitere Bekämpfungsmethode bei Ameisen im Garten, ist es, sie mit Duft
zu vertreiben - es wird von guten Erfahrungen mit Lavendel, Kerbel und Gewürznelken sowie stark riechenden Pflanzenjauchen berichtet.
Verschiedentlich wurden auch gute Erfahrungen mit dem Ausstreuen von
Zimtpulver oder Backpulver gemacht - z. B. an der Terrasse oder auf Wegen.
Ameisen im Pflanzkübel - was tun?
Die wichtigsten möglichen Maßnahmen gegen Ameisen im Pflanzkübel sind:
Regelmäßig durchdringend gießen, so dass die Erde wieder an die Wurzeln geschwemmt wird - nach einigen Tagen ziehen die Ameisen in
der Regel aus.
Vertreiben der Ameisen mit Lavendel, Kerbel und Gewürznelken.
Blattläuse und andere honigtauproduzierende Pflanzenschädlinge an den
Pflanzen bekämpfen (nützlingsschonende Bekämpfung von Blattläusen z. B. durch umweltverträgliche Bekämpfungsmittel oder gezielten Nützlingseinsatz).