Kirschfruchtfliege - was tun?
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     Freising

Gartenprobleme - was tun?, Eva Schumann, Obst- und Gartenbau-Verlag München, 13 DM - oder bei Amazon bestellen: klick hier für mehr InfosKirschfruchtfliege, “Wurm” in der Kirsche

Der Wurm in der Kirsche ist die Larve der Kirschfruchtfliege. Die Kirschfruchtfliege ist der bedeutendste Schädling im Süßkirschenanbau. Die weiblichen Fliegen legen ihre Eier in die heranwachsenden Kirschen, in der sich dann die Maden entwickeln. Befallene Früchte wirken glanzlos und fallen oft vorzeitig ab.

Die Flugzeit der Kirschfruchtfliege (und die Zeit der Eiablage) ist temperaturabhängig von Ende Mai bis Anfang Juli. Jedes Weibchen legt durchschnittlich 50 bis 80 Eier. 5-12 Tage nach der Eiablage schlüpfen aus den Eiern Maden. Die Maden ernähren sich vom Fruchtfleisch. Sie sind nach etwa 30 Tagen ausgewachsen und verlassen die (inzwischen meist abgefallenen) Früchte. Die geschlüpften Maden graben sich in die Erde und verpuppen sich dort. Im nächsten Jahr schlüpfen sie und der Kreislauf beginnt von vorne.

Was tun gegen die Kirschfruchtfliege?
Da die Eiablage zur Zeit des Gelbfärbens der Früchte erfolgt, können die Fliegen zu dieser Zeit mit gelben, beleimten Kirschfruchtfliegenfallen (Gartencenter) abgefangen werden. Die Fallen werden in den südlichen Kronenbereich gehängt. Etwa 3 Wochen nach Flugbeginn der Falter sollten sie wieder abgehängt werden, damit nicht unnötigerweise auch nützliche Insekten dran kleben bleiben. Kleinkronige Bäume können mit einem engmaschigen Schutznetz geschützt werden.

Einmal befallene Früchte können nicht mehr befallsfrei gemacht werden, jedoch sollte man diese Früchte sorgfältig ausflücken und wenn irgendwie möglich auch abgefallene Früchte nicht auf dem Boden liegenlassen, damit der Befallsdruck für nächstes Jahr gesenkt wird. Jedoch sollte man diese Maßnahmen am besten in der gesamten Nachbarschaft durchführen. Sehr frühe Kirschensorten werden nicht befallen, da während deren Gelbwerden der Früchte die Kirschfruchtfliegen noch nicht aktiv sind.

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