Garten- und Pflanzengesundheit - gartenprobleme.de

Gartenprobleme was tun?

Kranke Rosen - was tun?

Sternrußtau, Rosenrost und andere Pilzkrankheiten sowie Schädlinge an Rosen

Sternrußtau Rosen werden von vielen Pilzkrankheiten befallen: Für Sternrußtau typisch sind schwarze, an den Rändern ausgefranste Blattflecken (siehe Bild). Die Krankheit tritt von April bis September auf. Der Pilz überwintert als Pilzgeflecht (Myzel) in Trieben, Knospen und abgefallenen Blättern. Tiefe Wintertemperaturen können ihm nichts anhaben.

Echten Mehltau erkennt man am weißlichen, mehlartigen Belag (Sporenrasen) auf den Blättern und Trieben (April bis September). Der Pilz mag warmes trockenes Wetter tagsüber und erhöhte Luftfeuchtigkeit im Bestand in der Nacht. Er überwintert vor allem als Myzel in den Knospenschuppen am Triebende, von wo aus der neue Austrieb infiziert wird.

Für die Anthraknose, auch Ringfleckenkrankheit genannt, typisch sind runde Blattflecken, deren Inneres sich aufhellt und schließlich herausfällt. Der Pilz überwintert auf befallenen Pflanzenteilen. Feuchtes Wetter fördert den Befall und die Ausbreitung dieser Pilzkrankheit.

Doch die häufigste Rosenkrankheit ist der Rosenrost - vor allem in der Zeit von April bis Juli. Beim Rosenrost zeigen sich auf der Blattoberseite kleine Flecken, mal hellgrüne, mal gelbe - je nach Zyklus, blattunterseits findet man pustelige Sporenlager mit Sporen, die je nach der Sporenart (dieser Pilz hat viele verschiedene, je nach Zyklus und Jahreszeit) erst gelborangefarbene, dann knallorangene, am Schluss für die Überwinterung braunschwarze. Stark befallene Blätter fallen ab. Sporenlager findet man teilweise auch an den Stängeln. Die Sporen können sich nur auf Oberflächen ansiedeln, die über mehrere Stunden nass sind. Die Krankheit überwintert auf den abgefallenen Blättern und teilweise in den Stängeln.

Für den Falschen Mehltau typisch sind deutlich abgegrenzte, fingernagelgroße und größere, teilweise zusammenfließende, rotbraune Blattflecken von April bis August, oft mit gräulichem Schimmelrasen auf der Blattunterseite. Die Sporen des Falschen Mehltaus werden mit Wind verbreitet. Sie benötigen mehrere Stunden Feuchtigkeit auf den Blättern oder anderen Pflanzenteilen, um keimen zu können. Bei starkem Befall verliert die Rose ihre Blätter und büßt ihre Wüchsigkeit ein. Der Pilz überwintert als Dauersporen in Blättern und anderem Pflanzengewebe sowie als Pilzgeflecht (Myzel) in verholzten Stängeln.


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Rosenkrankheiten - was tun?

  • Bei Neupflanzungen widerstandsfähige Sorten wählen (ADR-Rosen sind an 11 Standorten geprüft worden)
  • Neue Rosen sollten einen Platz erhalten, an dem vorher keine Rosen standen
  • Rosen gedeihen am besten an einem offenen, eher sonnigen Platz. Sie sollten nicht zu eng stehen. Die Luft muss zirkulieren können
  • Möglichst nicht über die Blätter beregnen, dann die meisten Pilzkrankheiten siedeln sich auf feuchten Blättern an
  • Rosen fachgerecht und zum richtigen Zeitpunkt schneiden: unbedingt vor dem Neuaustrieb im Frühjahr
  • Kranke Blätter auspflücken, kranke Triebe bis ins Gesunde zurückschneiden
  • Nicht zu üppig düngen, vor allem zu reichliche Stickstoffdüngung macht Rosen anfälliger
  • Abgefallene Blätter (Falllaub) regelmäßig entfernen
  • (Fungizide aus dem Gartenfachhandel)
    Wer nicht auf Pilzbekämpfungsmittel verzichten will, darf nur zugelassene Mittel verwenden. Am einfachsten findet man aktuell zugelassene Mittel über die -> Datenbank des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) - bei der Suche HuK für Haus- und Kleingarten auswählen.

Neben den oben genannten Pilzkrankheiten treten an Rosen auch Schädlinge auf, beispielsweise: -> Blattläuse (April bis August), Spinnmilben (Mai bis September), Zikaden (Mai bis September), Rosenblatt-Rollwespe (Mai bis August), Blattwespenlarven (April bis September), Frostspanner (März bis Mai) und Rosenwickler (April bis Mai).

Vögel, Marienkäfer, Blattlauslöwen (Florfliegenlarven) und andere Nützlinge im Garten helfen bei der Bekämpfung von Schädlingen. Ansonsten kann man Blattlauskolonien an den Triebspitzen zerdrücken (Handschuhe anziehen), mit Wasser abwaschen oder ein Mittel ohne Langzeitwirkung (beispielsweise Kaliseifenpräparat) spritzen (aktuelle Zulassung beachten). Andere Schädlinge kann man absammeln (Raupen), eingerollte Blätter sollte man sehr früh abpflücken (bevor die Larven der Rosenblatt-Rollwespe abhauen). Auf "härtere" Spritzmittel sollte man verzichten. Will man das nicht, dann sollte man unbedingt prüfen, ob die Schädlinge tatsächlich noch da sind, denn bei manchen sind die Schädlinge oft schon weg, wenn man die Löcher in den Blättern entdeckt (beispielsweise Blattwespenlarven). Spritzen ist dann nur noch rausgeworfenes Geld und Umweltbelastung.



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Hinweis zu Pflanzenschutzmitteltipps:
Bitte beachten Sie, dass sich die Zulassungen für Pflanzenschutzmittel ständig verändern. Aktuelle Informationen finden Sie beim -> BVL