Feuerbrand gefährdet den Obstbau
Feuerbrand ist eine gefährliche Bakterienkankheit (Erwinia amylovora), die an Apfelbäumen, Birnbäumen, Weiß- und Rotdorn, Cotoneaster,
Quitten, Feuerdorn und anderen Obst- und Ziergehölzen auftritt. Nicht befallen werden Steinobst, Beerenobst, Nadelgehölze und verschiedene Laubgehölze.
Typisch sind an den Triebspitzen welkende Blätter, die nicht abfallen, sondern hängenbleiben. Die Befallsstellen verfärben sich bald
braun bis schwarz und sehen häufig wie verbrannt aus. Manchmal sind die Triebspitzen auch hakenförmig umgebogen. Ein typisches Merkmal sind die Bakterienschleimtröpfchen im Sommer und Herbst.
Junge Pflanzen sterben innerhalb von zwei bis drei Wochen ab, bei älteren Pflanzen kann sich das Sterben über mehrere Jahre hinziehen.
Da die Krankheit sehr leicht übertragbar ist (über Pflanzenteile, Werkzeuge, Verpackungsmaterial, Vögel, Wind, Regen, Insekten etc.) und
sich sehr schnell ausbreiten kann, wird auch von einer Seuche gesprochen. Am häufigsten ist die Infektion über die Blüte. Die Hauptinfektionszeiten sind Frühjahr und Sommer bei warmfeuchter Witterung.
Bei Verdacht auf Feuerbrand sollte unbedingt die örtlich zuständige Pflanzenschutzdienststelle informiert werden, da
diese Krankheit eine ernsthafte Bedrohung für den Obstbau darstellt.
Was tun gegen Feuerbrand?
Bei Neupflanzungen widerstandsfähige Sorten wählen (z. B. Apfelsorten `Remo´, `Rewena´ u. a.). Pflanzen regelmäßig kontrollieren.
Einzelne, befallene Trieb bis tief ins gesunde Holz zurückschneiden, stärker befallene Pflanzen roden. Befallene Pflanzenteile sollten nicht auf den Kompost gegeben werden, sondern - wo erlaubt und
möglich - verbrannt oder zur Müllabfuhr gegeben werden oder selbst zu einer Müllverbrennungsanlage gefahren werden. Verwendete Werkzeuge mit 70 %-igem Alkohol desinfizieren.
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