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Apfelwickler, “Wurm” im Apfel oder Birne Der
Apfelwickler ist ein unauffälliger, kleiner Schmetterling, der zu den Nachtfaltern gehört. Seine Raupen sind häufige Schädlinge im Obstbau und Hausgarten.
Ein tyisches Kennzeichen für einen Befall mit dem Apfelwickler ist das vorzeitige Abfallen der Früchte. Schneidet man die abgefallenen
Früchte auf, so enthalten sie einen Fraßgang mit Kotkrümelchen, die Raupe selbst sitzt meist im Kerngehäuse.
Der Zyklus des Apfelwicklers in Kürze: Der Falter fliegt ab Mai abends in der Dämmerung (und zwar bevorzugt an windstillen, warmen Tagen
mit feuchtem Wetter) und legt Eier an Blätter oder Früchte. Jeder weibliche Falter kann 30 bis 60 Eier legen. Die kleine Raupe bohrt sich nach dem Schlüpfen (7-15 Tage nach der Eiablage) in die Frucht.
Dort ernährt sich sich vom Fruchtfleisch und den Samen. Wenn die Raupe ausgewachsen ist, verlässt sie die (inzwischen abgefallene) Frucht, wandert zum Stamm und verspinnt sich dort unter Borkenschuppen,
wo sie sich auch später verpuppt. Aus der Puppe schlüpfen dann die nächsten Falter.
Vorbeugende Maßnahmen Damit sich der Befall nicht
im nächsten Jahr fortsetzt, sollte das Fallobst regelmäßig aufgesammelt und verwertet werden. Die Raupen sollten nicht auf dem Kompost landen. Ab Mitte Mai kann man Apfelwickler-Lockstofffallen in
Windrichtung in den Baum hängen. Auf diese Art werden ein Teil der Falter abgefangen, bzw. man kann die Befallsstärke und falls notwendig den Bekämpfungszeitpunkt ermitteln. Ende Mai/Anfang Juni werden
Obstmaden-Fanggürtel um den Stamm gelegt und man sucht dort regelmäßig verpuppungswillige Raupen ab.
Direkte Bekämpfung Gegen den Apfelwickler kann man mit einem
Granulosevirus-Präparat (Gartencenter: Granupom N) spritzen oder die Schlupfwespe Trichogramma (Eiparasit, Bezugsquelle siehe bei Nützlingseinsatz) zur Eiablagezeit ausbringen.
Buchtipps
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