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Birnengitterrost Diese Pilzkrankheit ist durch
die leuchtend rot-orangen Punkte auf den Blattoberseiten sehr auffällig (nicht verwechseln mit den blasigen, rötlichen Auftreibungen durch die Birnenpockenmilbe). Blattunterseits findet man später
warzenähnliche Gebilde. Jungen Obstbäumen kann diese Krankheit ernsten Schaden zufügen, bei älteren Bäumen im Hausgarten ist meist keine Bekämpfung notwendig.
Tatsächlich ist die Birne im Winter befallsfrei, da der infizierende Pilz nur auf bestimmten Wacholdern überwintern kann. Von diesen
kranken Wacholdern aus werden die Birnbäume jedes Jahr neu infiziert (die Sporen können mehrere hundert Meter mit dem Wind getragen werden). Die Birnensorten sind unterschiedlich anfällig.
Als stark bis sehr stark anfällig für den Birnengitterrost gelten `Alexander Lukas´, `Vereinsdechants´, `Gute Graue´, `Mollebusch´ und
`Williams Christ´. Weniger anfällig gegen Birnengitterrost sollen z.B. `Bunte Juli´, `Condo´ und `Gellert´ sein. Auch `Clapps´, `Trevoux´, `Doppelte Phillips´, `Gräfin von Paris´ und `Gute Luise´
sind weniger birnengitterrostanfällig, dafür aber feuerbrandanfällig (Angaben aus Gartenratgeber 6/99, Thomas Schuster, Pflanzenschutzdienst Ingolstadt).
Maßnahmen Wacholder kontrollieren und keulige
Verdickungen (oft mit orange-farbenen Auswüchsen) bis weit ins gesunde Holz zurückschneiden bzw. stark befallene Wacholder ganz entfernen. Erste befallene Blätter gleich Auspflücken. Ab April eventuell
mit einem Stärkungsmittel spritzen (Gartencenter: Neudovital).
Buchtipps
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