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Gartenprobleme was tun?

Birnengitterrost - was tun?

Birnengitterrost - orange Flecken an den Blättern

Birnengitterrost erkennt man an den leuchtend orangeroten Flecken auf der Blattoberseite Birnengitterrost ist eine sehr häufige Krankheit an Birnbäumen. Hervorgerufen wird sie durch einen Pilz. Zu erkennen ist der Befall mit Birnengitterrost an leuchtend orangeroten Punkten, die schon ab Mai auf den Blattoberseiten erscheinen können. Diese sind sehr auffällig (aber nicht zu verwechseln mit den blasigen, rötlichen Auftreibungen, die von Birnenpockenmilben verursacht werden). Auf der Blattunterseite findet man dann im Juli/August warzenähnliche Gebilde.

Jungen Obstbäumen kann der Befall mit Birnengitterrost ernsten Schaden zufügen, bei älteren Bäumen ist im Hausgarten meist keine Bekämpfung notwendig.


Birnengitterrost überwintert auf Wacholder

Tatsächlich ist die Birne im Winter befallsfrei, da der infizierende Pilz nur auf bestimmten Wacholderarten (beispielsweise Pfitzer-Wacholder (Juniperus pfitzeriana), Chinesischer Wacholder (Juniperus chinensis), Sadebaum (Juniperus sabina)) überwintern kann. Von diesen kranken Wacholdern aus werden die Birnbäume jedes Jahr neu mit Birnengitterrost infiziert.


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Die Sporen des Pilzes können mehrere hundert Meter mit dem Wind getragen werden. Es ist also nicht leicht, den Verursacher der Infektion auszumachen.


Birnengitterrost - unterschiedliche Anfälligkeit

Als stark bis sehr stark anfällig für den Birnengitterrost gelten:

  • Alexander Lukas
  • Vereinsdechants
  • Gute Graue
  • Mollebusch
  • Williams Christ

Weniger anfällig gegen Birnengitterrost sind erfahrungsgemäß:

  • Bunte Juli
  • Condo
  • Gellert

Auch Clapps, Trevoux, Doppelte Phillips, Gräfin von Paris und Gute Luise sind weniger birnengitterrostanfällig, dafür aber feuerbrandanfällig (Angaben aus Gartenratgeber 6/99, Thomas Schuster, Pflanzenschutzdienst Ingolstadt)


Maßnahmen gegen Birnengitterrost

Um eine Infektion der Birne mit Birnengitterrost durch Wacholder zu verhindern, müssen die Wacholder gesund gehalten werden.


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Auf jeden Fall sollte man im eigenen Garten die Wacholder kontrollieren und keulige Verdickungen (die im Frühjahr im März/April oft orangefarbene, gallertartige Auswüchse bekommen) bis weit ins gesunde Holz zurückschneiden bzw. stark befallene Wacholder ganz entfernen. Solche Maßnahmen kann man in der Regel nur an den Pflanzen im eigenen Garten durchführen, doch der Verursacher kann weit weg stehen.

Auch die eigenen Birnenbäume sollte man regelmäßig auf Befall kontrollieren. Abgestorbene Triebe sollten regelmäßig herausgeschnitten werden - egal welche Ursache. Erste befallene Blätter sollte man gleich auspflücken. Ab April kann man mit einem Stärkungsmittel spritzen (z. B. Neudorff Neudo-Vital).


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Hinweis zu Pflanzenschutzmitteltipps:
Bitte beachten Sie, dass sich die Zulassungen für Pflanzenschutzmittel ständig verändern. Aktuelle Informationen finden Sie beim -> BVL