Kohlkrankheiten - was tun?
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© Eva Schumann,
     Freising

Häufige Kohlkrankheiten und ihre Bekämpfung

Kohlfliege - Maden an den Kohlwurzeln

Werden die Blätter von Kohlpflanzen fahl und lassen sich die Kohlpflanzen leicht aus der Erde ziehen, findet man an den Wurzeln meist weiße Maden und später braune Tönnchenpuppen - dies ist ein eindeutiger Hinweis, dass der Kohl von der Kohlfliege heimgesucht wurde. Sie hat ihre Eier abgelegt, aus denen die Maden geschlüpft sind, die sich dann über die Wurzeln hergemacht haben. Zu diesem Zeitpunkt, wenn die Kohlfliegenlarven bereits die Wurzeln abgefressen haben, kann man die Kohlfliege nicht mehr bekämpfen. Es gibt jedoch eine wirkungsvolle vorbeugende Maßnahme: Überspannen Sie die Beete mit Insektenschutznetzen oder -vliesen (erhältlich im Gartencenter) - und zwar gleich nach der Pflanzung, so dass die Kohlfliege keine Eier ablegen kann.

Kohlhernie

Zieht man welkende Kohlpflanzen aus dem Boden und findet an den Wurzeln Verdickungen (die nicht hohl sind - hohle Verdickungen sind ein Hinweis auf Kohlgallenrüßler), so zeigt dies einen Befall mit Kohlhernie einer gefährlichen Pilzkrankheit an Kohlgewächsen. Um dieser Krankheit vorzubeugen, ist beim Kohlanbau eine sehr weite Fruchtfolge zu empfehlen. Da auch Raps, Senf und Ölrettich zu den Kohlgewächsen gehören, sollte man auf diese als Gründüngung im Gemüsegarten verzichten. Stallmist-Düngung soll sich ebenfalls ungünstig auswirken. Hilfreich gegen Kohlhernie ist dagegen ein relativ hoher pH-Wert von 7. Ist Kohlhernie einmal aufgetreten, sollte ca. 6 Jahre kein Kohl in dieses Beet gepflanzt werden, und auch Werkzeuge nach der Benutzung in diesem Beet besonders sorgfältig gesäubert, wenn nicht gar desinfiziert werden.

Vorbeugend gegen Kohlkrankheiten: gesunde , kräftige Jungpflanzen von resistenten/robuste Sorten verwenden, weitgestellte Kulturfolge und/oder Mischkultur

Raupen an Kohl

Bekämpfungsmöglichkeiten: Absammeln, Nester ausschneiden, Beete vorsorglich nach der Pflanzung mit Insektenschutznetzen oder -vliesen (Gartencenter) überspannen. Eine direkte, biologische Bekämpfung ist mit Neudorffs Raupenspritzmittel (Gartencenter), einem Bacillus thuringiensis-Präparat, möglich.

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