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Gartenprobleme was tun?

Kohl - Krankheiten und Schädlinge

Häufige Kohlkrankheiten und Schädlinge an Kohl und ihre Bekämpfung

Kohlhernie - eine Wurzelkrankheit an Kohlgewächsen Kohl wird manchmal von Krankheiten an den Wurzeln (Bild: Kohlhernie - eine Pilzkrankheit an Kohlwurzeln), Krankheiten an Blättern (beispielsweise Falscher Mehltau) und von Schädlingen an Wurzeln (Kohlgallenrüssler, Kohlfliegen-Larven) sowie Blättern (Kohlweißlings-Raupen, mehlige Kohl-Blattläuse, Erdflöhe, Minierfliegen) befallen.


Kohlfliege - Maden an den Kohlwurzeln

Werden die Blätter von Kohlpflanzen fahl und lassen sich die Kohlpflanzen leicht aus der Erde ziehen, findet man an den Wurzeln meist weiße Maden und später braune Tönnchenpuppen - dies ist ein eindeutiger Hinweis, dass der Kohl von der Kohlfliege heimgesucht wurde. Sie hat ihre Eier abgelegt, aus denen die Maden geschlüpft sind, die sich dann über die Wurzeln hergemacht haben.

Zu diesem Zeitpunkt, wenn die Kohlfliegenlarven bereits die Wurzeln abgefressen haben, kann man die Kohlfliege nicht mehr bekämpfen. Es gibt jedoch eine wirkungsvolle vorbeugende Maßnahme: Überspannen Sie die Beete mit Insektenschutznetzen oder -vliesen (erhältlich im Gartencenter) - und zwar gleich nach der Pflanzung, so dass die Kohlfliege keine Eier ablegen kann. Die Netze kann man - bei pfleglichem Umgang - sehr lange verwenden.

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Kohlhernie - was tun?

Zieht man welkende Kohlpflanzen aus dem Boden und findet an den Wurzeln Verdickungen (die nicht hohl sind - hohle Verdickungen sind ein Hinweis auf Kohlgallenrüßler), so zeigt dies einen Befall mit Kohlhernie einer gefährlichen Pilzkrankheit an Kohlgewächsen.

Um dieser Krankheit vorzubeugen, sind beim Kohlanbau Mischkultur sowie eine sehr weite Fruchtfolge zu empfehlen.

Da auch Raps, Senf und Ölrettich zu den Kohlgewächsen gehören, sollte man auf diese als Gründüngung im Gemüsegarten verzichten. Stallmist-Düngung soll sich ebenfalls ungünstig auswirken. Hilfreich gegen Kohlhernie ist dagegen ein relativ hoher pH-Wert von 7.

Ist Kohlhernie einmal aufgetreten, sollte man etwa 6 Jahre lang keinen Kohl in dieses Beet pflanzen; Werkzeuge müssen nach der Benutzung in diesem Beet besonders sorgfältig gesäubert, wenn nicht gar desinfiziert werden.


Raupen an Kohl

Eulen- und Kohlweißlingsraupen können die Blätter von Kohlgewächsen stark schädigen. Bekämpfungsmöglichkeiten sind:

  • Beete vorsorglich gleich nach der Pflanzung mit Insektenschutznetzen oder -vliesen (Gartencenter) überspannen
  • Absammeln der Raupen
  • Raupennester ausschneiden
  • Direkte biologische Bekämpfung: Raupenspritzmittel auf Basis von Bacillus thuringiensis (Gartencenter) einsetzen

Bei der Bekämpfung von Raupen sollte man aber auch bedenken, dass sie die -> Jugendstadien von Schmetterlingen sind.

An Kohl treten auch häufig ->  Schnecken und -> Blattläuse auf (z. B. die Mehlige Kohlblattlaus).


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