6 Gartentipps, damit es erst gar keine Probleme im Garten gibt:
Richtig planen, pflanzen und pflegen
Jeder wünscht sich einen schönen Garten - und versteht darunter etwas anderes: Der eine mag es natürlich und heimelig, der andere
symmetrisch und prunkvoll oder “stylish”. Aber eines wollen alle: gesunde Pflanzen, an deren Wachsen und Gedeihen sie sich erfreuen können.
Die Realität sieht oft anders aus: Pflanzen, auf die man sich besonders gefreut hat, mickern vor sich hin, die Rosen werden von
Pilzkrankheiten geplagt, mehr Moos und Unkraut im Rasen als Gräser und viele andere Gartenprobleme.
Gartentipp 1
Sich an den Bedürfnissen der Pflanzen orientieren
Viele Probleme im Garten lassen sich vermeiden, wenn man Pflanzen nicht nur nach dem Aussehen, sondern danach aussucht, ob sie zum
jeweiligen Standort passen - nämlich ob sie da, wo sie hingepflanzt werden sollen, ihrer Art und Sorte entsprechend genügend Licht und Wärme abbekommen und ob ihnen der Boden (zum Beispiel der pH-Wert
und die Durchlässigkeit) passt. Wenn man die Pflanzenlieblinge dann noch entsprechend ihren Ansprüchen pflegt (gießt, düngt, schneidet), kann nur noch wenig schief gehen.
Gartentipp 2 Sonnenplätze für die Sonnenhungrigen
Rosen, Gemüsebeete und der Obstgarten benötigen immer einen sonnigen, windoffenen Standort. Die Sonne macht diese Pflanzen kräftig und
widerstandsfähig. An einem windoffenen Standort trocknen sie rasch ab - beides ist die beste Vorbeugung gegen viele Krankheiten.
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Gartentipp 3 Schatten muss kein Problemstandort im Garten sein
Sonnenhungrige Pflanzen passen nicht an halbschattige bis schattige Plätze im Garten. An solche Plätze gehören schattenverträgliche
Pflanzen, z. B.
Berberitze
Buchsbaum
Efeu
Pachysandra
Hartriegel
Immergrün
Eisenhut
Waldglockenblume
Elfenblume
Götterblume
Akelei
Waldmeister
Walderdbeere
Leberblümchen
Funkien (“Hosta)
Gedenkemein
Schaumblüte
Begonien
Fleißiges Lieschen
Harfenstrauch
Dies sind nur einige Beispiele für Gehölze, Stauden und Sommerblumen, die mit
wenig Sonne auskommen. Fachkundige Beratung zum genauen Standort (Vollschatten, Gehölzrand) bieten Experten bzw. Fachfirmen: Staudengärtner,
Baumschulen, Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen. Denn es kommt nicht nur auf die Lichtverhältnisse, sondern auch auf den Boden an.
Buchtipp für Fachleute und interessierte Laien
sehr hilfreich für die Planung und Gehölzauswahl:
Pflanzen sind an ihren Heimatstandort hinsichtlich Licht, Wärme und Boden
angepasst.
Die Heidekrautgewächse Calluna, Daboecia und Erica arborea beispielsweise
vertragen keinen Kalk. Werden sie in einen kalkhaltigen Gartenboden gepflanzt, werden zunächst die Spitzen gelb (durch den Kalk im Boden wird bei diesen
Pflanzen die Eisenaufnahme gestört und dadurch kein Chlorophyll mehr gebildet), später werden diese Pflanzen braun und sterben ab. Etwas weniger kalkempfindlich sind Erica carnea, Erica mediterranea und Erica tetralix.
Auch die meisten Rhododendren und Azaleen sind kalkempfindlich. Es gibt aber
auch Ausnahmen: Kalktolerant sind bei den großblumigen Hybriden solche, die auf kalktolerante Unterlagen veredelt wurden - doch auch sie wünschen einen
Boden mit einem pH-Wert unter 6,5. Der pH-Wert gibt den Säuregrad des Bodens an: pH 7 ist neutral, Werte darunter gehen in den sauren Bereich, Werte
darüber in den alkalischen Bereich. Von den Arten ist z. B. Rhododendron insigne kalktolerant.
Gartentipp 6 Kräftige Jungpflanzen verwenden
Gesunde, kräftige Jungpflanzen entwickeln sich schneller und besser als
schwächliche “Verreckerl”. Sowohl beim Kauf von Jungpflanzen als auch bei der Verwendung selbst gezogener Jungpflanzen sollte man auf einen gedrungenen, arttypischen Wuchs achten. Denn nur
aus kräftigen Jungpflanzen werden gesunde, schöne Gartenpflanzen. Dagegen deuten lange Triebe mit wenigen Blättern darauf hin, dass Pflanzen unter ungünstigen Bedingungen herangezogen
wurde, z. B. zu wenig Licht hatten. Solche Pflanzen sind in der Regel später besonders anfällig für Krankheiten und Schädlinge (z. B. Blattläuse) - also lieber nicht verwenden.
Buchtipp: Gartenprobleme - was tun?
Gartenprobleme - was tun?* Eva Schumann Obst- und Gartenbau-Verlag München 80 Seiten ISBN 978-3-875-96109-6 Preis in Deutschland: 11 €
Hinweis:
Das Buch ist zwar Erstauflage 1997, wurde aber 2011 geprüft, aktualisiert (Sorten- und Mittelempfehlungen) und erhielt einen neuen Umschlag. Doch die ISBN wurde beibehalten.
Als Autorin von Gartenprobleme - was tun?*: “Aus meiner langjährigen Beratungspraxis - u. a. in der Informationsstelle
Weihenstephan - kenne ich die Probleme im Hobbygarten. Ich gebe mit diesem Büchlein meine wichtigsten Erfahrungen zur Vermeidung und zur Heilung von
Krankheiten, Schädlingen und anderen Problemen im Garten weiter. Zusammenhänge für die Entstehung von Problemen werden aufgezeigt,
gleichzeitig ist das Büchlein ein Nachschlagewerk zu den häufigsten Problemen im Gemüse-, Obst- und Ziergarten. Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Garteln wünscht Ihnen Ihre Eva Schumann”
Informationen und Rezensionen zum Buch bei unserem Werbepartner Amazon: -> Gartenprobleme - was tun?*